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Jeder Geschäftsvorfall erzeugt mindestens eine Soll-Buchung und eine Haben-Buchung. Er verändert also mindestens 2 Konten. Der Buchungssatz gibt an, auf welchen Konten ein Geschäftsvorfall im Soll und im Haben zu buchen ist.
Man spricht auch von doppelter Buchführung (Doppik), weil jeder Geschäftsvorfall in zweifacher Weise erfasst wird. Es wird jeweils genau der gleiche Wert im Soll und im Haben gebucht.
Folgende Erfassungen sind möglich:
| Soll (Links, Belastung, per) | Haben (Rechts, Gutschrift, an) |
|---|---|
| Erhöhungen der Aktivposten | Minderungen der Aktivposten |
| Minderungen der Pasivposten | Erhöhungen der Pasivposten |
| Erhöhungen der Aufwendungen | Minderungen der Aufwendungen |
| Minderungen der Erträge | Erhöhungen der Erträge |
Zum erstellen eines Buchungssatzes aus einem Geschäftsvorfall gibt es Regeln:
Das Wort "an" hat keine weitere Bedeutung. Es wäre auch durch "zu" oder ein anderes Wort austauschbar. Problematisch wird es für Einsteiger, wenn sie im Sinne der Wortlogik eine Richtungsangabe hinter "an" vermuten. Bank an Kasse bedeutet nämlich nicht, das Geld auf die Kasse eingezahlt wird. Bank im Soll und Kasse im Haben gebucht bedeutet, das die Bank zunimmt und der Kassenbestand abnimmt.
Es gilt das Belegprinzip der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Keine Buchung ohne Beleg! Jedem Geschäftsvorfall muss ein Beleg zugrunde liegen.
Der Buchungssatz muss vor dem Buchen auf jedem Beleg schriftlich festgehalten werden. Das Festlegen eines Buchungssatzes auf dem Beleg nennt man Kontierung (Vorkontierung).
Die Buchungssätze werden im Grundbuch (Buchungsjournal) in zeitlicher Reihenfolge anhand von Belegen erfasst. In der EDV-Buchführung wird vor der Verbuchung ein Erfassungsprotokoll (Primanota) erstellt.
Die Zusammenfassung der Umsätze nach sachlichen Gesichtspunkten erfolgt auf den Sachkonten (Bestandskonten und Erfolgskonten). Die Sachkonten bilden das Hauptbuch.
Ein Buchungssatz, bei dem nur 2 Konten betroffen sind, wird als einfacher Buchungssatz bezeichnet.
Beispiele:
| Geschäftsvorfall | Abarbeitung der obigen 5 Regeln zum Buchungssatz |
|---|---|
| Ein Kunde begleicht unsere Forderungen über 1.000 € durch Banküberweisung. |
|
| Wir bezahlen unsere Verbindlichkeiten an einen Lieferanten über 1.000 € durch Banküberweisung. |
|
Werden bei einem Geschäftsvorfall mehr als zwei Konten berührt, wird ein zusammengesetzter Buchungssatz benötigt.
Beispiel:
| Geschäftsvorfall | Abarbeitung der obigen 5 Regeln zum Buchungssatz |
|---|---|
| Wir kaufen Rohstoffe (1.000 €) und Hilfsstoffe (1.000 €) auf Zahlungsziel (Rechnung). Die Umsatzsteuer wird hier noch nicht betrachtet. |
|
Bei einfachen und zusammengesetzten Buchungssätzen gilt:
Summe der Sollbuchung(en) = Summe der Habenbuchung(en)
Im Kapitel Buchungen finden Sie Erläuterungen zu verschiedenen Geschäftvorfällen. Es werden alle wichtigen Geschäftsvorfälle auf Unterseiten dargestellt.
Hier finden Sie Beispielaufgaben zur Bildung von Buchungssätzen!
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